Am Samstag, den 07.01.2023, stand zum ersten Spieltag im neuen Jahr gleich die Kracher-Partie schlechthin in der 2. Staffel der 3. Bezirksliga an. Der bisher ungeschlagene Tabellenführer vom TTV Mittelschmalkalden empfing den Vize-Herbstmeister mit dem TTV Trusetal-Brotterode 2. Dabei wurde den zahlreich angereisten Zuschauern oft feinste Tischtenniskost und Spannung pur geboten. Der Gast trat in Stammbesetzung an, Mittelschmalkalden musste an Position zwei Stammkraft Lars Kössel ersetzen.

Neuzugang Thomas Römhild rutschte nach und glänzte gleich zu Beginn mit Routinier Klaus Vierling im Doppel gegen André Messerschmidt/Erwin Höbelt (3:0). Am Nebentisch starteten Lukas Ilgen/Christoph Engelhardt leicht verunsichert in den Satz, man merkte beiden den kürzlich beginnenden Arbeitsrhythmus an. Doch dann fanden sie zu gewohnter Souveränität zurück und gewannen deutlich in 3:1 Sätzen über Röver/Scharfenberg. Zuerst standen die Einzelpartien von Ilgen gegen den Trusetaler Zweier Röver und für den ins vordere Paarkreuz gerückten Engelhardt an. Ilgen blieb seiner Linie gegen den sicherer als im letzten Jahr agierenden Röver treu und siegte mit 3:1. Engelhardt, der den ersten Satz deutlich gewann und scheinbar ein Rezept gegen Spitzenmann Messerschmidt gefunden hatte, merkte man die Drucksituation und leichte Verunsicherung an. Er kam nicht gut in die nächsten Sätze hinein, büßte sogar einen 5:1-Vorsprung einmal ein und machte ungewohnt viele Schupffehler im sonst so routinierten Passivspiel. Messerschmidt nutzte dies mit rotationsreichen Topspins und siegte im knappen vierten Satz verdient mit 3:1. Klaus Vierling ließ gegen die Nummer vier, Frank Scharfenberg, nichts anbrennen (3:0). Thomas Römhild hatte am Nebentisch mit Höbelt eine schwierige Aufgabe und unterlag mit 1:3.

Ilgen traf nun auf Einser Messerschmidt und kam in den ersten beiden Sätzen überhaupt nicht in die Partie beim ungemütlichen, schnittreichen Spiel des Brotteröders. Doch dann gewann er phasenweise die Oberhand und verkürzte auf 2:2, wobei der fünfte Satz nun deutlich an die Gäste ging. Dies machte es Engelhardt am Nebentisch gegen den ehemaligen Vereinskameraden und eingefleischten Material-Guru Röver nicht einfacher. Doch diesmal erwischte der Mittelschmalkalder den besseren Start und führte mit 2:0 gegen den von Pech und Unsicherheiten geplagten Röver. Im dritten Satz verschlug Engelhardt viele Angriffsbälle leichtfertig und brachte Röver wieder hinein. Der vierte Satz sollte die Entscheidung bringen, doch dieser ging nach 7:2-Führung Engelhardts und der Aufholjagd des Oldies über die volle Distanz mit 11:9 aus Sicht des Heimvereins. Zugegebenermaßen schien dies im Fortlauf bei vorliegender Knappheit im Verlauf ein Schlüsselspiel darzustellen. Römhild hatte mit Frank Scharfenberg zu knabbern und fuhr letztlich einen 3:2-Sieg ein, Klaus Vierling zog gegen den ebenso erfahrenen Höbelt in fünf Sätzen knapp den Kürzeren.

Nun traf Vierling, der eigentlich genau wusste wie zu spielen ist, auf Messerschmidt. Ansehnliche Ballwechsel und rotationsreiches Zwischenspiel waren auffällig, doch Messerschmidt ließ auch hier nichts anbrennen und nutzte die kleinen Unaufmerksamkeiten des Mittelschmalkalders aus (1:3). Engelhardts Gegner hieß jetzt Frank Scharfenberg, wobei sich beide (trotz räumlicher Enge) ansehnliche Ballwechsel mit vielen gegenseitig parierten Schüssen lieferten. Hier hatte der Heimakteur wiederum die stärkeren Nerven in den längerdauernden Ballpassagen. Ilgen holte am Nebentisch einen 0:2-Rückstand gegen den starken Höbelt auf und konnte im fünften Satz seine konditionellen Vorteile ausspielen. Damit war ein wichtiger 8:5-Sieg für die Vorstadt-Schmalkalder gesichert.

Auch ein 7:7 wäre nahezu denkbar gewesen oder ein spannendes Oldie-Duell zwischen Vierling und Röver, welches auf Grundlage der veränderten Mittelschmalkalder Aufstellung und dem Spielsystem im Vorhinein ausblieb. Dennoch steht die weiter ausgebaute Tabellenspitze der Mittelschmalkalder mit 20:0-Punkten und damit vier Zählern Vorsprung auf Rang zwei im Fokus und die Einzelspielbilanz von 80:11 spricht Bände. Somit zeigte sich auch im Topspiel mit Ersatzstellung eine geschlossene Teamleistung bei beachtlichen fünf Punkten im vorderen Paarkreuz.

TTV Mittelschmalkalden I: Ilgen (2,5)/Engelhardt (2,5)/Vierling (1,5)/Römhild (1,5)

 

Spielbericht

 

(Autor: Christoph Engelhardt; 09.01.2023)


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